100Bier

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Wer bist du ?

Frank, 34 aus Leverkusen

Wie bist du zum guten Bier gekommen?

2014 habe ich das erste Mal Craftbeer getrunken was mir die Augen geöffnet hat. Bei Bier sind so viele Aromen möglich (auch wenn das Reinheitsgebot eingehalten wird). Das habe ich als Pils-Kölsch-Helles-Trinker damals nicht gewusst und für möglich gehalten. Seit 2015 bin ich bei Instagram als 100Bier aktiv, fotografiere dort (meist) gutes Bier, stelle es vor und bin darüber in Kontakt mit anderen Bierenthusiasten gekommen.

Was treibt dich an?

Da gibt es zwei zentrale Aspekte: den Genuss und das Wissen. Ich möchte viele verschieden Biere und Bierstile trinken und kennenlernen und dabei Biere abseits des Mainstreams entdecken. Außerdem möchte ich möglichst umfangreiches Wissen auf- und ausbauen und an andere vermitteln und so meine Begeisterung für Bier und Biervielfalt weitergeben.

Was für Hobbies neben gutem Bier?

Grillen, Kochen und Essen, Fußball, Konzerte, Familie

Lieblingsbier und Brauerei und warum?

Ich bin noch auf der Suche nach meinem Lieblingsbier ;-). Ich liebe die Vielfalt und Abwechslung. Daher kann, möchte und muss ich mich zum Glück nicht auf ein Bier oder eine Brauerei festlegen.

Lieblingsort zum Biertrinken?

Wenn Bier „nur“ der Begleiter ist: Im Stadion bei gutem Wetter mit Freunden oder ein schöner Biergarten sind schon ideal.
Wenn es hauptsächlich um das Produkt und den Genuss geht: gerne in Ruhe zu Hause.

Was macht für dich gutes Bier aus?

Gute Rohstoffe, gutes Handwerk, Kreativität und Innovation

Was ist dein liebster Bierstil?

Es gibt vieles was mir schmeckt und ich liebe die Abwechslung. Vom leichten Wit im Sommer bis zum Imperial Stout im Winter. Wenn ich mich auf eine Richtung festlegen müsste: Gerne hopfig und von daher alles mit Pale Ale im Namen.

Craftbeer, Trend oder Bewegung?

Beides. Ich denke, dass sich die nächsten Jahre noch etwas tun wird und das Bewusstsein für gutes Bier und Biervielfalt in Deutschland gestärkt wird. Sowohl bei den Brauereien, Handel und Gastronomie als auch Konsumenten wird aber ein Teil wieder verschwinden, ein anderer wird bei der Sache bleiben.

Was nervt, was liebt ihr am Craftbeer?

Die schlechte Verfügbarkeit ist für mich oft Hindernis und Ärgernis und nervt damit.  
Toll am Craftbeer finde ich die Vielfalt, die Macher-Mentalität vieler Brauereien, die Innovationskraft und das ausloten und verschieben von Grenzen (geschmacklich- nicht mengenmäßig).

Helfen die Erfahrung aus den „alten“ Jobs?

Zu meinem Job gibt es wenig Schnittmenge. Aber die Erfahrung aus dem Studium beim Erschließen und Strukturieren neuer Themen ist hilfreich.

Welche Bier/ Speisenkombi ist einfach genial?

Ich liebe Bier verschiedener Stile zu Pizza und Burger. Für klassisches Foodpairing finde ich Käse oder Schokolade ideal. Geiles Essen wird mit gutem Bier noch besser.

Wie wird sich dasguteBier in Leverkusen entwickeln?

Leverkusen steht unter dem Einfluss der Metropolen Köln und Düsseldorf mit ihren eigenen Bierstilen Kölsch und Alt. Beide Altstädte sind in 20 min erreichbar. Damit herrscht in Leverkusen auf mehreren Ebenen Konkurrenz. Nischenläden wie Bars oder Shops für Craft Beer müssen mit den beiden regionalen Bierstilen, den nahen Altstädten und dem eingesessenen Handel in den Wettbewerb. Daher gehe ich in absehbarer Zeit nicht davon aus, dass sich hier viel tut. Einzig etliche Supermärkte und Getränkemärkte haben seit einiger Zeit neues Bier in ihr Programm aufgenommen.

Was erwartet ihr von dieser HP?

Ich hoffe, dass das Bewusstsein für gutes Bier in Deutschland geschärft wird. Man sollte sich nicht auf dem durchaus hohen Niveau des Bieres hierzulande ausruhen. Genau da ist ja der Ansatzpunkt: Wir haben größtenteils anständiges Bier, aber es ist langweilig und eintönig. Es muss in der Gastronomie und Einzelhandel, aber auch bei den Konsumenten ankommen, dass es mehr gibt als „das“ Bier. Bei Wein gibt es in der Herstellung und den Rohstoffen weniger Möglichkeiten zur Variation als bei Bier, trotzdem ist die Auswahl gerade in der Gastronomie meist größer. Daher hoffe ich, dass „das gute Bier“ zukünftig auf Augenhöhe und gemeinsam mit kleinen Brauereien, Gastronomie und Einzelhandel den Craft Gedanken und die Bierkultur in Deutschland vorantreiben kann. Auch das Reinheitsgebot muss man in der heutigen Form hinterfragen und neue Wege bei den Rahmenbedingungen der Bierproduktion überlegen.


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